Was sind homöopathische Einzelmittel?
Arnika, Apis (Bienengift), Cardiospermum, Sabadilla z.B. sind Einzelmittel. Es sind Stoffe,
wie sie uns die Natur oder die Chemie liefern. Es sind einzelne, also ungemischte Substanzen.
Analytisch-chemisch betrachtet, handelt es sich um Mischungen mit verschiedenen Komponenten.
Arnikatinktur enthält ebenso zahlreiche verschiedene Wirkstoffe, wie Schwefel (u.a. Spuren von Selen).
Der klassisch arbeitende Homöopath verwendet Einzelmittel, da er sich an Arzneimittelbildern dieser Arzneisubstanzen orientiert.
Konstitutionstherapie:
Besonders gut geprüfte und deshalb in ihrer Wirkung bekannte und gut dokumentierte homöopathische Arzneimittel
werden oft in hohen Potenzen als sogenannte Konstitutionsmittel eingesetzt.
Als Beispiele seien Aurum (Gold), Sepia (Teile des Tintenfischbeutels), Thuja (Lebensbaum), Silicea (Kieselsäure) erwähnt.
Konstitutionsmittel haben die Aufgabe, gesundheitlich ungünstige Veranlagungen
oder seit Geburt bestehende Tendenzen zu Erkrankungen zu korrigieren.
Mit einer Konstitutionstherapie bezweckt man die Befreiung des Patienten von erblichen Belastungen.
Diese werden von Therapeuten auf Schwächen, Mangelernährung und daraus sich ergebenden Erkrankungen
(z.B. Tuberkulose) der Vorfahren zurückgeführt. Nicht oft gelingt es, solche vererbten Belastungen zu korrigieren;
dann können jedoch auch chronische Erkrankungen (z.B. chronische Polyarthritis, Psoriasis) geheilt werden.
Jahrelange Erfahrungen vieler klassisch arbeitender Homöopathen bestätigt,
dass homöopathische Arzneimittel die Wirkung eines Konstitutionsmittels nicht beeinträchtigen oder verhindern,
wenn sie vorher oder parallel eingesetzt werden.
Damit bestehen keine Gründe, die Anwendung anderer Homöopathika während einer Konstitutionstherapie zu unterbinden
oder einzuschränken.
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(Quellen: Enders "Homöopathische Hausapotheke", ISBN 3-7760-1723-6 und Homöopathisches Repetitorium der DHU)